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Dieses Online-Tagebuch ist die dritte Episode der Geschichte einer Modelleisenbahn mit der Spurweite H0 (Maßstab 1:87).
 
Die erste Episode wird wohl nie geschrieben werden. Es ist die Geschichte der Modelleisenbahn meines Bruders. Sie wurde gestohlen, nur die feste verschraubten Gleise blieben über. Das muss so Mitte der 1960er-Jahre gewesen sein.
 
Ob ich die zweite Episode jemals schreibe, steht noch in den Sternen. Ich habe nur vage Erinnerungen und zur Zeit keine Fotos zur Hand, irgendwo in der Familie müssen aber welche existieren. Es ist die Geschichte der wiederbeschafften elektrischen Eisenbahn. Sie gehörte mir. Das muss so Anfang der 1970er-Jahre gewesen sein.
 
Als dritte Episode bezeichne ich das, was gerade passiert. Ausgelöst durch mein großes Interesse am Bau des Modellflughafens im Miniatur Wunderland in Hamburg habe ich mich nebenbei nach langer Zeit wieder mit dem Thema Modelleisenbahn beschäftigt. Es hat sich viel getan, seitdem ich meine eigene kleine Eisenbahn abgebaut und in Kartons verpackt habe. Vor zehn Jahren hätte ich sie so frei heraus sogar weggegeben. Nun bin ich froh, dass es sie noch gibt. Und ich habe ihr zusammen mit meinem Sohn zu einem neuen elektrischen Leben verholfen. Die Geschichte dazu erzähle ich hier für jedermann lesbar in Form eines Online-Tagebuches.
 
Man nimmt sich immer so viel vor und schafft es dann doch nicht. So war ich zu Beginn auch skeptisch, ob ich hier regelmäßig schreiben würde. Da ich aber mittlerweile schon die ersten treuen Leser habe und die Entwicklung unserer Teppichbahn nicht stagniert, begrabe ich die vorsichtigen Zweifel und verspreche, das Tagebuch fortzuführen und auch alle zukünftigen Aufbauten zu dokumentieren.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Eigentlich wollte ich über das Tagebuch hinaus noch mehr Modelleisenbahn-Rubriken online stellen. Als Appetithappen waren die Piktogramme unseres Rollmateriales gedacht, welche leider nicht immer aktuell sind. Ob ich daran wirklich weiter feile oder ob ich die Zeit nicht lieber der eigentlichen Eisenbahn widme, weiß ich noch nicht. Vielleicht verschwinden die Piktogramme auch demnächst wieder.
 
Ich bin übrigens kein Modellbahn-Fachmann. Ich habe damals als Beginner aufgehört und fange jetzt wieder als Beginner an. Ich wurschtele mich durch all die Probleme und Fragen durch, die einem Anfänger unweigerlich begegnen. Früher war die Modelleisenbahn einfach nur elektrisch, heute ist sie analog oder digital. Es gibt Übertragungsprotokolle, Decoder, Steuerzentralen und und und. Aber die Lokomotiven fahren immer noch vorwärts oder rückwärts und am Ende kann man es dann doch verstehen.
 
Ich will einfach jeden, der Lust hat, ermuntern, dieses Hobby auch (wieder) zu betreiben. Und ich will einen von vielen möglichen Ansätzen beschreiben, wie man es machen kann, nämlich den zeitweiligen immer wiederkehrenden Aufbau, die Teppichbahn. Der Vorteil ist, man verbraucht nicht gleich dauerhaft ein ganzes Zimmer für sein Hobby und man kann alles Equipment in Transportboxen komplett wieder verschwinden lassen.
 
Ein letztes Wort an die Diebe, die sich im Internet über lohnendes Gut informieren: Die Gleise sind für AC/DC-Mischbetrieb modifiziert und als uns gehörend markiert. Wir gehen damit schließlich zu Teppichbahn-Treffen, und da muss man sein eigenes Material wiedererkennen können. Das Rollmaterial ist entweder fürchterlich alt und bespielt oder aber aus dem sogenannten Hobby-Sortiment. Das zu klauen lohnt den Aufwand nicht.
 
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